Teil 2 - Digitale Barrierefreiheit in der Praxis


Der Zusammenhang zwischen Ihrem SEO-Ranking und einer barrierefreien Gestaltung Ihrer Website

Scroll down icon

Nach unten scrollen

Es gibt viele Überschneidungen zwischen Best Practices für SEO und Barrierefreiheit im Web – und mit einigen Überlegungen können Sie Ihre Website ohne doppelten Arbeitsaufwand gleichzeitig suchmaschinenfreundlicher und barrierefreier machen.

Suchmaschinen sind in gewisser Weise blind, da sie Bilder, Videoinhalte und JavaScript nicht „sehen“ können. Die Möglichkeit, Inhalte von Webseiten maschinell zu erfassen und wiedergeben zu lassen, ist daher sowohl für Suchmaschinen als auch für Benutzer von asisstiven Technologien von großer Bedeutung.

Verbessern Sie die Barrierefreiheit Ihrer Webseiten und optimieren Sie gleichzeitig Ihre SEO, indem Sie die folgenden Best Practices für Barrierefreiheit bei Ihrer SEO-Arbeit berücksichtigen:

1. Seiten mit klar erkennbarem Thema

Der Seitentitel ist das wichtigste OnPage-SEO-Element. Daher sollte er den Seiteninhalt präzise beschreiben, relevante Schlüsselwörter beinhalten und für jede Seite einzigartig sein. Der Seitentitel ist auch der erste Inhalt, den ein Screenreader Benutzern vorliest. Daher ist es wichtig, dass der Seitentitel genau beschreibt, was Benutzer vom Seiteninhalt erwarten können.

2. Inhalte mit leserfreundlicher Struktur

Damit Suchmaschinen Überschriften als solche erkennen, muss es sich um echte Überschriften mit entsprechenden Tags handeln – nicht nur um Text mit optischem Überschriften-Stil. Jede Seite muss eine H1-Überschrift haben (die wichtigste Überschrift), in der wichtige Schlüsselwörter enthalten sein sollten. Um die Seite übersichtlicher zu gestalten, können Sie sie in Unterabschnitte mit H2-Unterüberschriften gliedern, die idealerweise ebenfalls wichtige Schlüsselwörter beinhalten. Dadurch können sich sowohl Suchmaschinen als auch Benutzer von unterstützenden Technologien leichter einen Überblick über Ihre Webseiten verschaffen.

3. Informative Bilder

Alternativtexte oder Alt-Texte wurden ursprünglich erstellt, um eine Textalternative für Benutzer bereitzustellen, die ein Bild nicht sehen können – weil es aufgrund einer schlechten Internetverbindung nicht geladen werden kann oder weil eine Person blind ist. Suchmaschinen nutzen den Alternativtext, um zu erfassen, was das Bild zeigt und welche Funktion es hat. Daher muss Alt-Text den Inhalt eines Bildes präzise beschreiben. Schließen Sie wichtige Schlüsselwörter in die Beschreibung ein - aber nur, wenn es im Kontext des Bildes Sinn macht.

4. Aussagekräftige Links

Der Linktext (oder Ankertext) sollte die Seite, auf die der Link verweist, eindeutig beschreiben. Allgemeine Texte wie „Hier klicken“ und „Mehr Infos“ geben weder der Suchmaschine noch dem Benutzer Informationen über die Zielseite. Dasselbe gilt auch für Benutzer von Screenreadern, wenn sie versuchen, sich einen Überblick über eine Webseite zu verschaffen. Häufig rufen sie eine Liste von Links auf einer Seite ab oder wechseln per Tabulator zwischen Links. Daher ist es wichtig, dass der Linktext einen Sinn ergibt, wenn er ohne Kontext gelesen wird.

„Hier klicken“ oder „Mehr Infos“ = Schlechter Linktext
„Lesen Sie in diesem Artikel mehr über SEO und Barrierefreiheit im Internet.“ = Guter Linktext

5. Einfache Navigation

Wenn Sie Benutzer zu einem bestimmten Bereich oder Element auf einer Webseite leiten, sollten Sie darauf achten, dass dies auf eine Weise geschieht, der alle Benutzer folgen können. Ein Screenreader gibt Inhalte in einer langen Abfolge an die Benutzer aus. Anders ausgedrückt: Wenn ein Benutzer eines Screenreaders Inhalte erhält, sind weder Design noch Spalten vorhanden. Deshalb sollten Sie auf Anweisungen verzichten, die sich auf Sinneswahrnehmungen beziehen und keinen weiteren Kontext bieten. Folgende Angabe sollten Sie zum Beispiel vermeiden: „Weitere Informationen finden Sie im Feld auf der rechten Seite.“ Stattdessen sollten Sie sie mit einer Beschreibung wie der folgenden kombinieren: „Weitere Informationen finden Sie im Feld auf der rechten Seite mit der Überschrift ‚Informationen zu …‘.“ Auch Suchmaschinen verstehen keine sensorischen Hinweise; daher hat es keine Vorteile, „im Feld auf der rechten Seite“ zu schreiben. Verwenden Sie stattdessen aussagekräftige Suchbegriffe, die erklären, worauf Sie sich beziehen.