Teil 1 - Einführung in die digitale Barrierefreiheit


Die Grundlagen der Barrierefreiheit im Web

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Da immer mehr Unternehmen und Organisationen die Bedeutung der Barrierefreiheit im Web erkennen, steigt der Bedarf an grundlegendem Wissen zu diesem Thema.

Was ist digitale Barrierefreiheit?

Web-Barrierefreiheit bedeutet, Websites, Tools und Technologien so zu gestalten, dass alle Menschen, einschließlich solcher mit Behinderungen, sie so einfach wie möglich verwenden können.

Es gibt verschiedene Arten von Behinderungen und somit eine Reihe unterschiedlicher Anforderungen, die beim Aufbau oder der Verbesserung der Barrierefreiheit einer Website berücksichtigt werden müssen:

Icon of an eye

Blindheit und Sehbehinderungen

Icon of an ear

Gehörlosigkeit und Hörminderung

Icon of an hand

Eingeschränkte Beweglichkeit

Icon of a speech bubble

Sprachbehinderungen

Icon of a human profile with neurological limitations

Neurologische Einschränkungen

Icon of a gear

Kognitive Einschränkungen

Icon of a timer

Vorübergehende Behinderungen

Icon of a target

Situationsbedingte Einschränkungen

Interessant dabei ist: Während beim Thema Barrierefreiheit im Internet vor allem über Seh- und Hörbehinderungen diskutiert wird, bilden Menschen mit kognitiven Behinderungen laut dem National Center on Disability and Access to Education den größten Anteil der Internetnutzer mit Behinderungen. Da diese Arten von Behinderungen eine große Bandbreite an Beeinträchtigungen und ein noch größeres Spektrum von Schweregraden umfassen, ist es schwierig, eine vollständige Reihe von Standards für Barrierefreiheit aufzustellen. Aus der Perspektive der Webentwicklung ist es besser, kognitive Störungen von einem rein funktionalen Standpunkt aus zu betrachten und sich auf die Überwindung von Barrieren zu konzentrieren, um so die Nutzererfahrung zu verbessern.

Was sind assistive Technologien?

Um Ihre Website für Benutzer mit Behinderungen zu optimieren, müssen Sie verstehen, welche Probleme bei der Nutzung verschiedener Arten von unterstützenden Technologien auftreten könnten.

Beim Thema Hilfsmittel für Nutzer mit Behinderungen kommt den meisten Menschen als erstes ein Screenreader in den Sinn. Ein Screenreader ist eine Anwendung, die Menschen mit Blindheit, Sehschwäche oder schwerer Legasthenie Webseiten vorliest. Screenreader sind zwar ein wichtiges Hilfsmittel, aber bei weitem nicht das einzige.

Zu den assistiven Technologien für ein breites Spektrum von Behinderungen zählen unter anderem:

Icon of an eye and text lines

Screenreader

Icon of a magnifying glass and text lines

Vergrößerungs-Tools

Icon of a speech bubble and a speech waveform

Spracherkennungs-Software von Dragon

Icon of a computer and a person representing accessibility

Integrierte Bedienungshilfen in Windows und macOS

Icon of a half circle and an eye

Farbkontrastanalysen

Icon of a browser and a plug

Werkzeugleisten/Erweiterungen/Plug-Ins

Icon of a hand and a mobile device

Mobilgeräte

Zu den unterstützenden Hardware-Optionen für ein breites Spektrum von Behinderungen zählen unter anderem:

Icon of a keyboard and a hand

Tastaturen

icon of a browser and switches

Schaltersteuerungen

Icon of an arrow and a pointing wand

Eingabestifte

Icon of a switch and sip-and-puff device

Saug-Blas-Schalter

Icon of text lines and braille symbol

Braille-Übersetzer

Welche Standards für digitale Barrierefreiheit müssen Sie einhalten?

Je nach Standort gibt es verschiedene Standards für digitale Barrierefreiheit, die Sie beachten müssen. Glücklicherweise stellt das World Wide Web Consortium (W3C) eine umfassende Liste zur Verfügung, die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG). Diese Richtlinien haben sich weltweit durchgesetzt und bilden die Basis für die meisten nationalen Standards. Hier sind ein paar Beispiele für standortspezifische Standards: